Technische Anlagen

 

Pumpwerk

Foto des Labors Urheberrecht: © IAT

Eine Anlage - ein Prozessleitsystem, das ist die Normalität in der Industrie. Bei uns ist das anders! In unserem Labor haben wir eine prozesstechnische Anlage, die einen Klärwerk-Prozess darstellt. In dieser Anlage sind Sensoren und Aktoren im Industrie-Maßstab verbaut. Der Prozessablauf kann über sechs unterschiedliche Prozessleitsysteme initiiert werden. Das Planen, Steuern, Regeln und Simulieren des ablaufenden Prozesses auf der Anlage steht im Vordergrund des Praktikums für die Studierenden des Master Automatisierungstechnik.


Die Leitsysteme folgender Hersteller sind bei uns im Einsatz:

  • ABB,
  • Emerson,
  • Honeywell,
  • Schneider Electric,
  • Siemens,
  • Yokogawa.

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Waben

Foto zeigt die Modulare Anlage Urheberrecht: © Martin Braun M4P.AC

Diese modular aufgebaute verfahrenstechnische Anlage besteht aus vier Teilanlagen. Jede Teilanlage besitzt eine sechseckige Grundfläche, daher wird die Gesamtanlage am IAT auch als "Wabe" bezeichnet. Die Teilanlagen bestehen alle jeweils aus einem Behälter mit verschiedenen Sensoren und Aktoren. Jede Teilanlage wird von einer dezentralen Steuerung unterschiedlicher Hersteller gesteuert, wodurch wir auch eine Modulariserung in prozessleittechnischer Sicht der Gesamtanlage erreichen. Das Ergebnis ist, dass je nach aktuellen Anforderungen, das jeweilige Anlagenteil flexibel verändert oder auch aus dem Anlagenkomplex herausgenommen werden kann.

Die Orchestrierung (Process Orchestrierung Layer; POL), also das Abrufen der einzelnen Dienste der unterschiedlichen dezentralen Steuerungseinheiten der Teilanlagen, übernimmt ein Prozessleitsystem (PLS). Im PLS wird der Prozess jeder Teilanlage auch wieder zu einem Gesamtprozess zusammengefügt. Diesen herstellerunabhängigen Standard zur Beschreibung von Anlagenteilen wird durch das NAMUR Module Type Package (MTP) gemäß VDI/VDENAMUR 2658 definiert.