Plug & Produce

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Die Forschungsaktivität zum Thema Plug&Produce (PnP) bezieht sich auf die Automatisierung der Integration von Feldgeräten in prozesstechnischen Anlagen im laufenden Betrieb.

Plug and Play ist in der Computertechnik eine seit Jahrzehnten weit verbreitete Technik. Eine Verbreitung äquivalenter Techniken in der Prozessautomation hat jedoch nie einen Durchbruch erlebt. Es existieren technische Umsetzungen einzelner Hersteller, ein unabhängiges und allgemeines Konzept fehlt aber. Dies ist zum einen den erhöhten Anforderungen an Verfügbarkeit und Sicherheit geschuldet. Zum anderen ist die Konfiguration der Geräte stark abhängig vom Einsatzzweck.

In der Prozessleittechnik ist die Planung anhand funktionaler Einheiten üblich. Diese werden im allgemeinen (Geräte-)Rollen genannt. Speziell in Bezug auf Aktoren und Sensoren ist der Begriff „PLT-Stellen“ gebräuchlich. Diese Rollen müssen durch Feldgeräte realisiert werden. Die Rollen stellen Anforderungen an Eigenschaften und Konfiguration der Feldgeräte, welche durch Zusicherungen seitens der Geräte erfüllt werden müssen. Die Zusicherungen können in statische Eigenschaften, abhängig vom Feldgerätetyp, und in dynamische Einstellungen, in Form der Konfiguration, unterteilt werden.

Mithilfe von Konzepten und semantischen Beschreibungen aus dem Industrie-4.0-Umfeld wird die herstellerunabhängige, automatischen Umsetzung eines Abgleichs mit anschließender Einbindung des Feldgeräts in das Automatisierungssystem untersucht. Dazu werden im PnP-System Prozeduren umgesetzt. Die erforderlichen Änderungen werden über Manager-Instanzen im Automatisierungs- und Kommunikationssystem umgesetzt, sodass die Funktionen des Feldgeräts nach dem erfolgreich abgeschlossenen PnP-Vorgang über das Kommunikationssystem dem Automatisierungssystem zur Verfügung stehen.