SSC (Sequential State Chart)

 

Sequential State Chart (Abk. SSC) ist eine Ablaufsprache, die zur Beschreibung von Prozeduren in der industriellen Automatisierungstechnik geeignet ist. Gleichzeitig ist es aber auch möglich, SSCs im Engineering als weiteres Werkzeug zur Projektierung einzusetzen. Die intuitive Syntax sorgt dafür, dass SSCs auch ohne tiefere Kenntnisse der Automatentheorie angewandt werden können.

  Exemplarisches Sequential Function Chart mit 3 Zuständen Urheberrecht: PLT Exemplarisches Sequential Function Chart mit 3 Zuständen

Dem SSC liegt das Konzept eines Zustandsautomaten zugrunde, mit dessen Hilfe es möglich ist, Abläufe durch Zustände und Transitionen zu beschreiben. Zustände können Aktionen beinhalten, die bei einer Aktivierung ausgeführt werden. Aktionen können das Setzen eines Variablenwerts, das Ausführen eines Funktionsbausteins oder eines weiteren SSCs sein. In einem SSC ist immer nur ein Zustand aktiv. Die Aktivierung eines folgenden Zustands und damit die Deaktivierung des vorherigen, erfolgt über Transitionen. Eine Transition, die einem aktiven Schritt folgt, schaltet, wenn die anliegende Transitionsbedingung erfüllt ist.

Die Zustände und Transition sind in ein „Execution Frame“ eingebettet. Dieser Rahmen fungiert als Schnittstelle zur restlichen Steuerungs- oder Beschreibungsstruktur und fördert die Modularisierung und klare Strukturierung. Die Schnittstelle des „Execution Frames“ ist ähnlich wie bei Funktionsbausteinen über Ein- und Ausgänge organisiert.