M4P.AC

  Foto zeigt die Modulare Anlage Urheberrecht: Martin Braun M4P.AC

Um die Einführungszeit neuer Produkte zu verkürzen und Investitionskosten bei neu errichteten Anlagen zu senken, wird vermehrt eine modulare Anlagenbauweise angestrebt. Damit soll der Planungsaufwand einer neuen Anlage durch ihre Komposition aus geeigneten, bereits entwickelten und - so zu sagen von der Stange - erwerbbaren Modulen verringert werden.

Die Modularisierung von Anlagen ist bislang weitestgehend von der Verfahrenstechnik getrieben. Noch mangelt es an geeigneten Konzepten zur Automatisierung einer modularen verfahrenstechnischen Anlage. Um solche Konzepte erforschen und validieren zu können, wird am Lehrstuhl für Prozessleittechnik die modulare Anlage M4P.AC errichtet.

Die Module der M4P.AC (Modular, Mobile, Multi Purpose, Multi Experience Plant) sind Säulen von sechseckiger Grundfläche. Sie erlauben somit eine dichte Packung und bieten genug Kontaktfläche zur Übergabe von Medien. Jedes Modul erfüllt mindestens eine verfahrenstechnische Grundoperation und ist autonom arbeitsfähig. Alle Module beherbergen ihre eigene Automatisierungshardware und Strukturinformationen. Durch die durchgängige Nutzung einer dienstorientierten Architektur wird eine hohe Flexibilität hinsichtlich verschiedener Softwarestrukturen erreicht. Dies erlaubt die Implementierung und Validierung verschiedener Automatisierungskonzepte für modulare Anlagen.