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Die Objektverwaltung ACPLT/OV

Das Objektverwaltungssystem ACPLT/OV spezifiziert eine an die Bedürfnisse der Prozessleittechnik angepasste objektorientierte Rahmenarchitektur mit den folgenden Eigenschaften:

 

  • Werkzeugkasten zum Aufbau von Objekten aus einfachen, standardisierten Elementen,
  • Laden und Instantiieren von Klassen und Assoziationen (Beziehungen) zur Laufzeit,
  • strukturierte Sprache zur Modellierung von Klassen und Assoziationen,
  • Online-Verfügbarkeit nicht nur von Instanz-, sondern auch von Klasseneigenschaften,
  • volle Integration in den leittechnischen Informationsverbund über ACPLT/KS,
  • offene Spezifikation und frei verfügbare Implementation als „Open Source“.

Die Objekte von ACPLT/OV werden persistent in einer Online-Datenbasis abgelegt. Sie werden „aktiv“ sobald ihre Methoden ausgeführt werden. Sowohl zyklische Objektbearbeitung (zum Beispiel über den OVScheduler) als auch ereignisgesteuerte Objektbearbeitung (beispielsweise beim Zugriff auf Variablen) sind möglich. Externe Referenzen auf Objekte erfolgen grundsätzlich über hierarchische Klartextnamen (Pfadnamen) ähnlich wie im World Wide Web. Die Hierarchietiefe ist dabei unbegrenzt. So bezeichnet /Produkte/Ofen2/Bramme34.Temperatur beispielsweise die Temperatur des Produktes „Bramme34“, das sich zur Zeit in der Teilanlage „Ofen2“ befindet. Innerhalb des Objektsystems kann der Zugriff auf Objekte effizient über lokale Objektreferenzen (Zeiger) erfolgen.

 



Die Objektverwaltung ACPLT/OV

Das Meta-Modell

Ein Objekt („Exemplar“ oder „Instanz“) innerhalb eines ACPLT/OV-Objektsystems besteht aus den folgenden im ACPLT/OV-Objektmodell definierten Elemente:

 

  • Variablen (variables),
  • eingebetteten Komponentenobjekte (parts),
  • durch Assoziationen definierte Verknüpfungsenden (links) und
  • Operationen (operations), die durch ANSI C-Funktionen implementiert werden können.

Als Modellierungssprache verwendet ACPLT/OV eine eigene strukturierte Sprache, mit der sich die Objektklassen (Regler, Gerät, ...) definieren lassen.:

 

  • Verfeinerungshierarchien: Vererbung,
  • komplexbildende Hierarchien: Basiselemente und Einbettung von Objekten,
  • Polymorphie: Überladen von Methoden,
  • Assoziationen: Spezifikation von Querverweisen, mit denen sich Objekte zur Laufzeit miteinander verknüpfen lassen.

Neben dem Zugriff auf Daten können Klientenanwendungen über ACPLT/KS direkt auf die Dienste der Objektverwaltung zugreifen:

  • Erkundung der im Objektsystem verfügbaren Objekte und Metaobjekte (Klassen),
  • Erzeugen und Löschen von Instanzen,
  • Erzeugen und Löschen von Querverweisen (Links).

Selbstverständlich kann ACPLT/OV auch als ACPLT/KS-Klient auftreten.Die Objektverwaltung ACPLT/OV ist zur Zeit für folgende Plattformen verfügbar:

 

  • Windows NT/2000,
  • Linux 2.x und weitere Unix-Derivate,
  • OpenVMS,
  • 16bit-Microcontroller aus der Siemens C16x-Familie.

Die Basisbibliotheken sind laufzeiteffizient,schlank und hochportabel in ANSI C realisiert und benötigen lediglich 256k Programmcode (Windows) inkl. ACPLT/KS-Anbindung. Hinzu kommt lediglich noch die jeweilige Transportschicht, zum Beispiel TCP/IP.

 



Das Meta-Modell von ACPLT/OV